Veranstaltungen

John Ralston Saul, Präsident von PEN International, nimmt an den Solothurner Literaturtagen 2015 teil

Sonntag, 17. Mai 2015 10.00 Uhr
Landhaussaal, Solothurn

Erstmals in der Geschichte der Solothurner Literaturtage nimmt ein Präsident von PEN International am grössten Literaturanlass der Schweiz teil. Der seit 2009 als PEN-Präsident amtierende kanadische Autor und Essayist John Ralston wird am Sonntag, 17. Mai um 10.

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Projekte

Ein Writers-in-Exile Programm für die Schweiz


Eine Wohnung für verfolgte Autoren und Autorinnen

Darum geht's: In vielen Ländern werden Schriftsteller und Schriftstellerinnen verfolgt, inhaftiert oder gar ermordet. Mit einem Writers-in-Exile Programm möchte das DSPZ dafür sorgen, dass Menschen, die gegen Missstände anschreiben, eine Zeit lang in Frieden leben und arbeiten können. Weltweit sind zur Zeit über 800 Autoren und Autorinnen staatlichen Repressionen ausgesetzt, weil sie sich politisch oder zivilgesellschaftlich engagieren.

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News

Blogger in Bangladesh ermordet

Der bengalische Blogger Ananta Bijoy Das wurde ermordet.

PEN fordert Untersuchung

Der bengalische Schriftsteller, Herausgeber und Blogger Ananta Bijoy Das wurde ermordet. Er ist bereits der dritte Blogger, der dieses Jahr aufgrund seiner Beiträge in seiner Heimat von religiösen Extremisten umgebracht wurde. PEN ruft die bengalischen Behörden dazu auf, den Tod rasch und unabhängig untersuchen zu lassen und sicherzustellen, dass die Verantwortlichen vor Gericht gebracht werden.

„Dieser dritte – wirklich brutale – Mord in gerade einmal drei Monaten ist absolut schrecklich“, sagte Marian Botsford Fraser, Vorsitzende des Writers-in-Prison-Komitees des internationalen PEN.

“Es ist ein klares Muster der Gewalt gegen Schriftsteller und Journalisten in Bangladesch zu erkennen, die einzig aufgrund ihrer friedlichen Meinungsäusserung zum Ziel von Mördern werden. Die Behörden müssen dringend Schritte einleiten, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen und sicherzustellen, dass andere, die sich ebenfalls in Gefahr befinden, ausreichend geschützt werden.” Insgesamt wurden seit 2013 in Bangladesch 6 Schriftsteller attackiert oder ermordet und trotzdem hat es, von einigen Verhaftungen abgesehen, keine Konsequenzen gegeben.

Ananta Bijoy Das, der auch Herausgeber eines vierteljährlich erscheinenden Magazins namens “Jukti” (Logik) war, wurde von einer maskierten Gang mit Macheten ermordet. Zuvor hatte er zahlreiche Todesdrohungen erhalten. Seine Arbeit drehte sich um die Themen Rationalismus, Atheismus und Wissenschaft, mit speziellem Fokus auf der biologischen Evolution. Er schrieb auch Artikel in seinem Blog, die bestimmte Aspekte des Islams und des Hinduismus kritisierten. 2006 wurde er wegen seiner mutigen Mitwirkung an der Verbreitung von säkularen und humanistischen Idealen mit dem “Mukto-mona Rationalist Award” ausgezeichnet.

Bereits im Februar und März wurden zwei weitere Blogger, Avijit Roy – ein enger Freund von Bijoy Das – und Washiqur Rahman ebenfalls brutal ermordet. Eine islamistische Gruppe wird Berichten zufolge für den Tod an Roy am 26. Februar verantwortlich gemacht. Ein Extremist wurde im Zusammenhang mit dem Mord verhaftet, während zwei Studenten einer islamischen Schule (madrassa) im Zusammenhang mit Rahmans Tod festgenommen wurden.

PEN ruft die bengalischen Behörden dazu auf, alle nötigen Massnahmen zu ergreifen, um die Verantwortlichen dieser Angriffe und Morde zur Rechenschaft zu ziehen. Außerdem müssen alle notwendigen Schritte eingeleitet werden, um gefährdete Schriftsteller endlich effektiv zu schützen.

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