Veranstaltungen

WRITERS IN PRISON TAG 2016: Bachtyar Ali

Bachtyar Ali

Montag, 14. November 2016 19.30 Uhr
Literaturhaus, Zürich

  Am Writers in Prison Day wird in vielen Ländern alljährlich am 15. November der verfolgten Schriftsteller gedacht. Das DeutschSchweizer PEN Zentrum (DSPZ) begeht im November 2016 diesen Tag und widmet ihn dem bedeutendsten kurdischen Schriftsteller Bachtyar Ali, dessen Roman „Der letzte Granatapfel“ erstmals auf Deutsch im Zürcher Unionsverlag 2016 erschien.

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Projekte

Ein Writers-in-Exile Programm für die Schweiz

Eine Wohnung für verfolgte Autoren und Autorinnen

Darum geht's In vielen Ländern werden Schriftsteller und Schriftstellerinnen verfolgt, inhaftiert oder gar ermordet. Mit einem Writers-in-Exile Programm möchte das DSPZ dafür sorgen, dass Menschen, die gegen Missstände anschreiben, eine Zeit lang in Frieden leben und arbeiten können. Weltweit sind zur Zeit über 800 Autoren und Autorinnen staatlichen Repressionen ausgesetzt, weil sie sich politisch oder zivilgesellschaftlich engagieren.

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News

Necmiye Alpay


Ehrenmitglied des Deutschschweizer PEN

Das Deutschschweizer PEN Zentrum (DSPZ) weist seit mehreren Jahren immer wieder auf die prekäre Lage von Schriftstellern und Journalisten in der Türkei hin. Regelmässig lädt das DSPZ Schreibende aus der Türkei zu Lesungen und Gesprächen in die Schweiz ein. Im Jahr 2013 hat sich das DSPZ an einer Mission von PEN International in der Türkei beteiligt, an der sich PEN vor Ort mit der Lage der Autoren im Land befasste und gegen die Anti-Terror-Gesetze der Türkei protestierte.

Mit der kürzlichen Niederschlagung des Militärputsches hat die türkische Regierung eine massenhafte Verhaftungs- und Entlassungswelle in die Wege geleitet. Zahlreiche Autorinnen und Autoren sowie Journalistinnen und Journalisten warten heute in den Gefängnissen des Landes auf juristische Verfahren, ohne am Putsch beteiligt gewesen zu sein. Einzig ihr Ruf nach der Freiheit des Wortes hat die Verfahren gegen sie ausgelöst.

Das Deutschschweizer PEN-Zentrum hat beschlossen, als Zeichen der Solidarität mit den türkischen Autoren Necmiye Alpay als Ehrenmitglied aufzunehmen. Regelmässige Kontakte des DSPZ mit ihr, die im Gefängnis sitzt, sollen ihr und ihren Angehörigen helfen, die schwierige Zeit zu meistern. Necmiye Alpay, geboren 1946, ist eine türkische Sprachwissenschaftlerin und Buchautorin. Sie schloss ein Studium der Politikwissenschaften in Ankara ab, doktorierte in an der Nanterre Universität in Paris. Sie unterrichtete später an der Universität Ankara. Nach dem Militärputsch 1980 wurde sie verhaftet und verbrachte drei Jahre im berüchtigten Gefängnis Mamak in Ankara. Necmiye Alpay verlor ihre Stelle als Hochschuldozentin.

Nach der Haft arbeitete sie als Übersetzerin und Buchautorin im Bereich Linguistik. Von folgenden AutorInnen übersetzte sie Werke ins Türkische: Edward Said, Immanuel Wallerstein,  Madeline C. Zilfi, René Girard, Paul Ricoeur, Jean Paul Mongin und Jan Marchand. Sie fiel in den letzten Jahren als Kolumnistin auf, schrieb viel beachtete Artikel über die Sprache und ihre Entwicklung. Die kurdische Sprache, die in den Schulen weiterhin verboten ist, war ihr Thema. Wegen einer symbolischen Unterstützung für die Zeitung Özgür Politika wurde sie Ende August verhaftet. Ihr wird Mitgliedschaft bei einer illegalen Organisation vorgeworfen. Necmiye Alpay sitzt zusammen mit der Schriftstellerin Asli Erdogan im Frauengefängnis Bakirköy in Istanbul. Noch ist nicht bekannt, wann sie einem Richter vorgeführt wird.

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