Veranstaltungen

WRITERS IN PRISON TAG 2015: Mansura Eseddin

Mansura Eseddin

Freitag, 06. November 2015 19.30 Uhr
Literaturhaus, Zürich

Am Writers in Prison Day wird in vielen Ländern alljährlich am 15. November der verfolgten Schriftsteller gedacht. Das DeutschSchweizer PEN Zentrum (DSPZ) begeht im November 2015 diesen Tag und widmet ihn der bekannten ägyptischen Schriftstellerin Mansura Eseddin.

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Projekte

Ein Writers-in-Exile Programm für die Schweiz

Eine Wohnung für verfolgte Autoren und Autorinnen

Darum geht's: In vielen Ländern werden Schriftsteller und Schriftstellerinnen verfolgt, inhaftiert oder gar ermordet. Mit einem Writers-in-Exile Programm möchte das DSPZ dafür sorgen, dass Menschen, die gegen Missstände anschreiben, eine Zeit lang in Frieden leben und arbeiten können. Weltweit sind zur Zeit über 800 Autoren und Autorinnen staatlichen Repressionen ausgesetzt, weil sie sich politisch oder zivilgesellschaftlich engagieren.

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News

Blogger in Bangladesh ermordet

Der bengalische Blogger Ananta Bijoy Das wurde ermordet.

PEN fordert Untersuchung

Der bengalische Schriftsteller, Herausgeber und Blogger Ananta Bijoy Das wurde ermordet. Er ist bereits der dritte Blogger, der dieses Jahr aufgrund seiner Beiträge in seiner Heimat von religiösen Extremisten umgebracht wurde. PEN ruft die bengalischen Behörden dazu auf, den Tod rasch und unabhängig untersuchen zu lassen und sicherzustellen, dass die Verantwortlichen vor Gericht gebracht werden.

„Dieser dritte – wirklich brutale – Mord in gerade einmal drei Monaten ist absolut schrecklich“, sagte Marian Botsford Fraser, Vorsitzende des Writers-in-Prison-Komitees des internationalen PEN.

“Es ist ein klares Muster der Gewalt gegen Schriftsteller und Journalisten in Bangladesch zu erkennen, die einzig aufgrund ihrer friedlichen Meinungsäusserung zum Ziel von Mördern werden. Die Behörden müssen dringend Schritte einleiten, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen und sicherzustellen, dass andere, die sich ebenfalls in Gefahr befinden, ausreichend geschützt werden.” Insgesamt wurden seit 2013 in Bangladesch 6 Schriftsteller attackiert oder ermordet und trotzdem hat es, von einigen Verhaftungen abgesehen, keine Konsequenzen gegeben.

Ananta Bijoy Das, der auch Herausgeber eines vierteljährlich erscheinenden Magazins namens “Jukti” (Logik) war, wurde von einer maskierten Gang mit Macheten ermordet. Zuvor hatte er zahlreiche Todesdrohungen erhalten. Seine Arbeit drehte sich um die Themen Rationalismus, Atheismus und Wissenschaft, mit speziellem Fokus auf der biologischen Evolution. Er schrieb auch Artikel in seinem Blog, die bestimmte Aspekte des Islams und des Hinduismus kritisierten. 2006 wurde er wegen seiner mutigen Mitwirkung an der Verbreitung von säkularen und humanistischen Idealen mit dem “Mukto-mona Rationalist Award” ausgezeichnet.

Bereits im Februar und März wurden zwei weitere Blogger, Avijit Roy – ein enger Freund von Bijoy Das – und Washiqur Rahman ebenfalls brutal ermordet. Eine islamistische Gruppe wird Berichten zufolge für den Tod an Roy am 26. Februar verantwortlich gemacht. Ein Extremist wurde im Zusammenhang mit dem Mord verhaftet, während zwei Studenten einer islamischen Schule (madrassa) im Zusammenhang mit Rahmans Tod festgenommen wurden.

PEN ruft die bengalischen Behörden dazu auf, alle nötigen Massnahmen zu ergreifen, um die Verantwortlichen dieser Angriffe und Morde zur Rechenschaft zu ziehen. Außerdem müssen alle notwendigen Schritte eingeleitet werden, um gefährdete Schriftsteller endlich effektiv zu schützen.

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