Veranstaltungen

WRITERS IN PRISON TAG 2016: Bachtyar Ali

Bachtyar Ali

Montag, 14. November 2016 19.30 Uhr
Literaturhaus, Zürich

  Am Writers in Prison Day wird in vielen Ländern alljährlich am 15. November der verfolgten Schriftsteller gedacht. Das DeutschSchweizer PEN Zentrum (DSPZ) begeht im November 2016 diesen Tag und widmet ihn dem bedeutensten kurdischen Schriftsteller Bachtyar Ali, dessen Roman „Der letzte Granatapfel“ erstmals auf Deutsch 2016 im Zürcher Unionsverlag erschien.

Weiter…

Projekte

Ein Writers-in-Exile Programm für die Schweiz

Eine Wohnung für verfolgte Autoren und Autorinnen

Darum geht's In vielen Ländern werden Schriftsteller und Schriftstellerinnen verfolgt, inhaftiert oder gar ermordet. Mit einem Writers-in-Exile Programm möchte das DSPZ dafür sorgen, dass Menschen, die gegen Missstände anschreiben, eine Zeit lang in Frieden leben und arbeiten können. Weltweit sind zur Zeit über 800 Autoren und Autorinnen staatlichen Repressionen ausgesetzt, weil sie sich politisch oder zivilgesellschaftlich engagieren.

Weiter…

News

Protest gegen die Massnahmen der türkischen Behörden

Das Deutschschweizer PEN-Zentrum (DSPZ) ist über die Lage der Meinungsäusserungsfreiheit in der Türkei besorgt und protestiert gegen die Massnahmen der türkischen Behörden gegen Journalisten, Blogger und Verleger. Nach dem gescheiterten Putsch hat die türkische Führung den Ausnahmezustand im Land verhängt. Unter dem Ausnahmezustand kann Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan weitgehend per Dekret regieren. Grundrechte wie die Versammlungs- und die Pressefreiheit können jederzeit ausgesetzt oder eingeschränkt werden. Zehntausende türkische Beamte, Professoren und Lehrer wurden kurzfristig suspendiert und Tausende Menschen inhaftiert. Für Wissenschaftler und Lehrpersonen an türkischen Universitäten hat der Hochschulrat Reisen ins Ausland untersagt. Die Arbeit der Medien wurden in den vergangenen Tagen immer weiter eingeengt und verunmöglicht. Innerhalb der letzten Tage wurden rund 20 News-Seiten von der Staatlichen Aufsicht für Informations- und Kommunikations-Technologie abgeschaltet. Des weiteren wurde 24 Radio- und Fernsehstationen die Sendelizenz entzogen. Das Büro des Premierministers kündigte an, dass 34 Journalisten ihre Presseausweise abgenommen werden. Alle Journalisten, die mit unabhängigen Medien zu tun haben, müssen zudem davon ausgehen, dass sich die Bedingungen für ihre Arbeit wohl weiter verschlechtern werden. Philippe Leruth, der Präsident der „International Federation of Journalists“, sprach von "eklatanten Verletzungen der Pressefreiheit und der Menschenrechte". Gegner des türkischen Präsidenten müssen dieser Tage bei entsprechenden Einträgen in sozialen Medien mit Besuch der Polizei rechnen. In mehreren türkischen Städten wurden Personen festgenommen. Sie hatten entweder den Putschversuch gelobt oder Erdogan kritisiert. Den Festgenommenen werde unter anderem vorgeworfen, mit Einträgen in sozialen Medien «die verfassungsmässige Ordnung gestört», «Kriminelle gelobt» oder Erdogan beleidigt zu haben. 

Weitere Nachrichten