Veranstaltungen

Schreiben im Gefängnis - Literatur im Archiv


Mittwoch, 12. November 2014 18.00 Uhr
Eine Soirée des Schweizerischen Literaturarchivs SLA in Kooperation mit dem Deutschschweizer PEN-Zentrum

«Schreiben im Gefängnis» – sobald Personen zu Fällen werden, türmen sich die Schriftstücke: Gerichtsurteile, Prozessakten, Gutachten und Verfügungen, aber auch Notizhefte, Tagebücher, Briefe, Reportagen und Erzählungen, Zeichnungen und Fotografien der Inhaftierten. Anlässlich des International Writers in Prison Day 2014 lassen wir Gefängnisdokumente sprechen. Vor allem aber geben wir Autorinnen und Autoren  aus dem Schweizerischen Literaturarchiv das Wort: Friedrich Dürrenmatt, Friedrich Glauser, Reto Hänny, Emmy Hennings, Patricia Highsmith, Ludwig Hohl, Grisélidis Réal, Laure Wyss u.

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Projekte

Ein Writers-in-Exile Programm für die Schweiz


Eine Wohnung für verfolgte Autoren und Autorinnen

Darum geht's: In vielen Ländern werden Schriftsteller und Schriftstellerinnen verfolgt, inhaftiert oder gar ermordet. Mit einem Writers-in-Exile Programm möchte das DSPZ dafür sorgen, dass Menschen, die gegen Missstände anschreiben, eine Zeit lang in Frieden leben und arbeiten können. Weltweit sind zur Zeit über 800 Autoren und Autorinnen staatlichen Repressionen ausgesetzt, weil sie sich politisch oder zivilgesellschaftlich engagieren.

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News

Der zwölfte Präsident

Das Deutschschweizer PEN Zentrum verlangt die Freiheit des Wortes in der Türkei

(Bern. 28. 08. 2014). Der bisherige türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan wurde zum Staatspräsidenten gewählt und hat sein Amt am Donnerstag, 28. August angetreten. Der bisherige Aussenminister Ahmet Davutoglu, ein Getreuer Erdogans, wird neuer Ministerpräsident der Türkei. Beobachter befürchten, dass Erdogan als Präsident noch autoritärer als bislang herrschen werde: Unter Recep Tayyip Erdogan hat die Meinungsfreiheit in der Türkei stark gelitten. Eine Mission von PEN International hat vor etwas mehr als einem Jahr vor Ort die Lage türkischer Autoren, Übersetzer und Verleger untersucht und von der türkischen Regierung mit Nachdruck verlangt, dass die Meinungsäusserungsfreiheit respektiert wird. PEN International verfügt über eine Liste von Namen verfolgter Autorinnen und Autoren in der Türkei. Noch ist die Freiheit des Wortes in der Türkei nicht gewährleistet.

Die Organisation “Komitee zum Schutz der Journalisten (CPJ) berichtet, dass in den Jahren 2012 und 2013 mehr Medienschaffende sowie Schriftstellerinnen und Schriftsteller in der Türkei verhaftet und verfolgt wurden als in anderen Staaten. Ende 2013 sassen 49 Autorinnen und Autoren in den türkischen Gefängnissen. Ihnen werden häufig Verbindungen zu illegalen Organisationen vorgeworfen. Als Beweis dafür wird immer wieder einzig die Tatsache angeführt, dass die Inhaftierten über diese Organisationen geschrieben oder sie erwähnt hätten.


Gemäss einem Bericht des renommierten Menschenrechtsvereins IHD ist die Liste der "Verletzungen an Meinungsfreiheit sehr gross". Im Jahr 2013 wurden in der Türkei neun Bücher verboten, mehrere Schreibende angeklagt, Fernsehprogramme abgesetzt, Druckereien geschlossen, Zeitschriften verboten, sogar die Aufführung von Theaterstücken wurde untersagt.
 
Der Deutschschweizer PEN verlangt, dass sich Präsident Recep Tayyip Erdogan und Ministerpräsident Ahmet Davutoglu endlich eindeutig und vehement für die Menschrechte und für die freien Meinungsäusserung einsetzen. Die willkürlichen Verfahren gegen Schreibende müssen eingestellt werden. 

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